Frauenfiguren der Künstlerin Dorothee Rothbrust

An der Pfarreiversammlung im April 2011 wurde angeregt, im Zuge der Innenrenovation der Heiliggeistkriche doch den Frauen in der Kirche eine sichtbare Präsenz zu geben. In einer Kirche, in der die Männer zumindest an den Wänden in Überzahl sind, als moderne, zeitgemässe Pfarrei ein Zeichen zu setzen.

Im Auftrag des Pfarreirates hat eine Projektgruppe mit Vertreterinnen aus Seelsorge und den verschiedenen Gruppierungen sich der Idee angenommen und sich für drei Holzfiguren der Künstlerin Dorothee Rothbrust entschieden. Ein mutiger Entscheid, der 100jährigen Kirche moderne Frauenfiguren entgegenzusetzen, Frauen als frauliche Wesen. Ein mutiger Entscheid auch, diese drei Frauen zu wählen: rûah, der hebräische, weibliche Name für die Heiliggeistkraft. Rut, die Frau aus dem alten Testament, die ihrer Schwiegermutter  in die Fremde folgte und uns als starke Frau beeindruckte, passend in unsere Pfarrei, die vielen Migrantinnen Heimat ist. Und Eine Frau, die uns selber, unsere Fragen, unsere Freuden und Sorgen in die Kirche bringen mag.

Die Holzfiguren von Dorothee Rothbrust sind leicht und sanft, starke Frauen zugleich und sie sollen in dieser Kirche präsent sein. Vielleicht stehen sie mal nah beim Altar, vielleicht mal etwas versteckt am Rand. Sie laden uns ein, uns mit der weiblichen Seite des Glaubens auseinanderzusetzen.

Eine Broschüre, die am Schriftenstand in der Kirche oder auf dem Sekretariat zu beziehen ist, lässt die modernen Frauenfiguren auf jene Frauen treffen, die schon seit 100 Jahren in der Heiliggeistkirche anzutreffen sind.